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Depot und Fahrzeuge 2010
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Hochwassereinsatz 2013
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Verkehrsunfall Richtung Oderwitz 2013
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Scheunenbrand 2009
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Hexenfeuer 2010
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Feuerwehr-Wissen

Derzeit sind in Deutschland 28.000 berufliche und 1.030.000 freiwillige Feuerwehrmänner und -frauen aktiv im Feuerwehrdienst.

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14.05.2017 Technische Hilfeleistung


Auf Grund eines Starkregens wurde um 14:15 Uhr die Feuerwehr zu überfluteten Häusern gerufen.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich schnell eine flächendeckende Lage heraus. Der Ortswehrleiter von Spitzkunnersdorf bildete mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister die Einsatzleitung. Zeitgleich wurde eine ortsfeste Befehlsstelle im Gerätehaus Leutersdorf eingerichtet, um die Kommunikation zwischen der Leitstelle, den nachrückenden Kräften und der Einsatzleitung sicher zu stellen.

Auf Grund der lokal begrenzten Schadenslage war es möglich, umliegende Feuerwehren zu alarmieren, da diese selbst nicht im Einsatz waren. Es wurden die Feuerwehren Ober- und Niederoderwitz, Mittelherwigsdorf und Zittau alarmiert. Benötigt wurden hauptsächlich Kameraden und Chiemsee-Hochwasserschutzpumpen.

Die Einsatzstellen wurden nach absteigender Priorität abgearbeitet. Bei einer vermeintlich eingeschlossenen Person handelte es sich um eine Fehlinformation. Bei einem Kaninchenzüchter mussten schnellstmöglich die Tiere aus dem umgestürzten Stall befreit werden. Leider sind einige Tiere vor der Rettungsaktion schon ertrunken. Da die Spitzkunnersdorfer Bach schon nach einer dreiviertel Stunde einiges an Höhe verloren hatte, konnte relativ zügig mit den nachrückenden Kräften Wasser aus Erdgeschossen und Kellern ausgepumpt werden. Eine halb im Wasser stehende Trafostation wurde durch Anordnung des Einsatzleiters durch die ENSO stromfrei geschalten. Nach Eintreffen eines ENSO-Technikers konnte der Strom allerdings wieder zugeschalten werden, da nach Ablaufen des Wassers keine Gefahr mehr bestand.

Die Einsatzleitung fuhr jede Einsatzstelle im Ort mehrmals ab und kontrollierte die Befahrbarkeit der Straßen (Rettungs- und Versorgungswege) und versuchte unentdeckte Einsatzstellen zu erkunden. Für die Beräumung der durch Steine und Schutt versperrten Straßen bzw. für die Abtragung von Staustellen an den Zuläufen der Dorfbach wurde auch ein großer Bagger und ein LKW der Firma Baustoff Rätze geordert und von den Kameraden der Spitzkunnersdorfer Feuerwehr bedient.

Eine große Rasenfläche, welche zu einem See geworden ist, drückte das Wasser wiederrum im Laufe des Einsatzes wieder zurück in die Keller der umliegenden Häuser auf der Dorfstraße. Deshalb wurde entschieden mit allen verfügbaren Pumpen diese „Seen“ in die Bach zu pumpen, damit kein Wasser mehr in die Keller nachfließen kann. Der Erfolg dieser Aktion wurde mit absinkendem Pegel der Fläche in den Kellern sichtbar. An die Betroffenen: Damit erklärt sich die Notwendigkeit manchmal eine „unbedeutende“ Wiese mit Vorrang abzupumpen.

Nachdem das Wasser endgültig abgelaufen war, ging es an die rasche Schlammbeseitigung aus den Häusern und Garagen. Alle Kameraden und viele freiwillige Helfer schaufelten den Schlamm aus den Häusern, damit er nicht im Haus hart wird. Kurzerhand wurden auch Sperrmüll-Container (auch von der Firma Baustoff Rätze) an die Dorfstraße gestellt, um den herumtreibenden und angespülten Müll sofort entsorgen zu können.

Die am schlimmsten betroffenen Gebiete befanden sich auf der Dorfstraße, dem Pappelweg, der Weberstraße und dem Wiesental. Die Einsatzleitung beurteilte ca. 50 Einsatzstellen und befahl den Einsatz der Feuerwehrtechnik an etwa 20 Einsatzstellen.

Gegen 20:00 Uhr wurde der Befehl „Zum Abmarsch fertig“ durch den Einsatzleiter gegeben. Nach einer kurzen Einsatznachbesprechung und einem Abendbrot konnten die Kameraden in ihre Gerätehäuser zurückkehren. Die Spitzkunnersdorfer Wehr hatte gegen 23:00 Uhr alle Geräte gesäubert.

Am Montag, den 15.05. trafen sich einige Kameraden nochmals für weitere Aufräumarbeiten im Ort. Es wurde den Betroffenen beim Tragen von Sperrmüll und beim Schaufeln von Schlamm unter die Arme gegriffen. Der Ortswehrleiter hat sich mit dem Bürgermeister über eine kurzfristige Ausbaggerung der sich gebildeten Staustufen in der Dorfbach abgestimmt. Dies erfolgte noch am gleichen Tag. Über weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Ableitung von großen Wassermengen (insbesondere in den Zuflüssen der Dorfbach) wird zeitnah debattiert.

Die Aufräumarbeiten in den Häusern und das saubermachen des Gerätehauses, der Fahrzeuge und der Technik endete gegen 22:00 Uhr.


Foto: NEWS5 / Löb

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